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Bootsferien 2002:

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So, 14. Juli / 1. Tag Fahrt von Buchs nach Triptis:

Abfahrt um 05:10 Uhr ab Buchs (Kt. Aargau/Schweiz) über Schaffhausen, Stuttgart, Heilbronn, Nürnberg, Bayreuth nach Triptis bei Gera (ca. 650 km von Buchs). Ab und zu erwischt uns mal wieder ein Regenguss (zum Beispiel beim Znüni-Essen). mksp0101.jpg
Ein Sandwich im Regen

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Eine Stehbar

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Ich steh' im Regen...

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Fleissig am Spinnen

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Eine Rehgeiss mit zwei Jungen

Die Übernachtung im Landgasthof zur Goldenen Aue haben wir im voraus schon reserviert. Jetzt gilt es nur noch, das kleine Nest zu finden! Nach einem kleinen Umweg haben wir es aber gefunden und sind sehr zufrieden mit dem was wir antreffen. Wir haben ein ganz tolles Familienzimmer unter dem Dach, mit einem grossen Dachfenster und einem sehr belebten Vogelnest vor dem normalen Fenster. Als Nachtessen gibt es Thüringer Kartoffelklösse (1/3 gekochte, 2/3 rohe geraffelte Kartoffeln), für die einen gabs Entenschlegel, für die anderen Wildragout, für die dritten Schweinebraten. Die Bedienung war sehr nett und lustig! mksp0106.jpg
Nachtessen in der Goldenen Aue

 

Mo, 15. Juli / 2. Tag Triptis - Kleinzerlang: Bootsübernahme

Die Nacht geht schnell vorbei, und um 8 Uhr morgen treffen wir uns schon wieder zu einem tollen Frühstücksbuffet mit wirklich allem was man sich wünschen kann.
Kurz nach 9 Uhr fahren wir wieder ab und fahren im Laufe der Strecke kurz vor "unserer" Autobahnausfahrt auf eine Stau auf: circa dreiviertel Stunden Stauzeit laut Radio! Da gehen wir eine Ausfahrt früher von der Autobahn weg und nehmen die Reststrecke über Land unter die Pneus.
In Rheinsberg fragen wir uns bis zu einem Laden durch, wo wir uns fürs erste mit Lebensmitteln und allem Nötigen eindecken.

Dann fahren wir weiter und finden nach kurzer Fahrt unsere Basis Marina Wolfsbruch Basis Marina Wolfsbruch in Kleinzerlang. Es handelt sich um eine Ferienanlage von Steigenberger mit Hotel, Restaurants, Ferienhäusern und -Wohnungen und einer grossen Hafenanlage mit Charterbooten und Liegeplätzen für Privateigner und Übernachtungsplätzen.

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Die Anlage Marina Wolfsbruch von oben

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Die Anlage Marina Wolfsbruch vom Parkplatz aus

Wir parkieren unsere Autos und gehen dann zur Réception der Crown Blue Line im Hotelareal. Dort werden wir nett empfangen und müssen alle Formalitäten erledigen, damit wir nachher das Boot übernehmen können.

Bootsübernahme:

Wir sollen uns am Mittelsteg melden, um unsere Crown Classique 57 zu übernehmen, hat uns die nette Réceptionistin der Crown Blue Line nach der Erledigung der Formalitäten mitgeteilt. Das Schiff ist noch nicht bereit und noch nicht abgenommen, so dass wir unser Gepäck noch nicht aufs Schiff bringen können. So haben wir Gelegenheit, die Hafenanlage näher anzuschauen.

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Das Hafenbecken mit der Ferienanlage dahinter

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Klein aber Oho - Starke Schraube!

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Ein kleiner Schlepper auf dem Trockendock

Aber schon nach einer Viertelstunde können wir unser Heim für die nächsten 14 Tage beziehen. Mit dem Leiterwagen karren wir das Gepäck vom Parkplatz zum Schiffsteg und füllen und beigen und stopfen... Die leeren Koffer versorgen wir gleich wieder in den Autos.
Dann beginnt das grosse Warten auf die offizielle Übernahme, und als ich dann nach ca. 1 Stunden mal scheu nachfrage, wie lange es noch gehe, kommt gerade das freundliche Mädel von der Réception. Sie sei extra für uns gekommen! Sie ist erstaunt und erfreut, als wir ihr sagen dass wir die Classique auch schon gefahren sind. Die Einführung wird entsprechend kurz, aber trotzdem gründlich.

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Unser Schiff wird beladen

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Jasmine fühlt sich noch nicht so sicher

Wir haben beschlossen, die Nacht noch in der Basis zu bleiben und richten nun alles häuslich ein.
Zum Nachtessen gehen wir gross aus in das Speiserestaurant Steigenberger in der Basis. Wir wählen alle das Buffet, das aus Vorspeisen kalt und warm, warmen Hauptspeisen und Dessert besteht. Es hat verschiedene Salate, viele kalte Fischzubereitungen und noch weitere feine kalte Speisen. Zum Hauptgang bei den warmen Speisen gibt es auch eine Auswahl. Zum Schluss tut uns der Kellner auch noch den Gefallen und flambiert die Rechnung! Das nennt man einen guten Ferienauftakt!

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Das Restaurant Brigg

Müde sinken wir in die noch ungewohnt engen Kojen und schlafen bald ein.
 

Di, 16. Juli / 3. Tag Kleinzerlang - Einfahrt Vilzsee:

Am nächsten Morgen geniessen wir das erste Frühstück auf dem Boot und checken dann das Boot nochmals durch. Wir stellen fest, dass sich die Luke auf das Deck nicht abschliessen lässt, und dass wir keine Pflöcke und keinen Hammer haben um am Ufer festmachen zu können. Dies werden wir aber brauchen, da das Festmachen an Bäumen verboten ist. Der Riegel der Luke wird ausgetauscht, und Pflöcke und Hammer erhalte ich nach ausdrücklicher Nachfrage dezent in einer Kartonschachtel, damit niemand sonst auf die Idee kommen könnte, dass sie ebenfalls solche brauchen!
Nachdem wir nun alles haben, legen wir die Leinen los und fahren ab auf grosse Fahrt! Ich kann schon das erste Mal beweisen, dass ich das Boot im Griff habe, die Boote stehen sehr eng nebeneinander, und da unser Boot zuvorderst am Längssteg festgemacht ist, muss ich sozusagen im rechten Winkel links abbiegen und dann zwischen den Pfosten durch und direkt wieder im rechten Winkel rechts unter der Brücke durch in den Kanal. Aber es geht mit einigen Vorwärts-Rückwärtsmanövern sehr gut, und bereits nach wenigen hundert Metern kommt die Schleuse Wolfsbruch, wo wir schon kurze Zeit warten müssen da reger Verkehr herrscht.
Aber wir meistern die Schleuse meisterhaft (oder schiffsführerhaft?) und fahren in den ersten der ca. 1'000 Seen der Mecklenburger Seenplatte ein, in den Kleinen Pälitzsee.
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Schöne Seehäuschen am kleinen Pälitzsee

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Ferien mitten im Schilf

Hier spüren wir das erste Mal den stetigen Wind, der hier herrscht, und bekommen das erste Mal das Gefühl, auf einem richtigen See zu sein.
Wir halten uns östlich in Richtung der Müritz-Havel-Wasserstrasse und gelangen durch den Canower See zur Schleuse Canow.
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Über den Canower See

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Bitte hinten anstellen! Stau vor der Canower Schleuse

Beim Ausfluss des Sees hat es einen richtigen Bootsstau, die Mauer zum Festmachen und Warten ist voll belegt und es sind noch weitere vier Boote, die auf Durchfahrt warten.

Zu allem Überfluss fährt nun noch das Kursschiff zur Schleuse aus und nimmt frontalen Crashkurs auf uns zu, die wir versuchen, das Schiff gegen den Wind einigermassen in Position zu halten. Mit einer sehr "netten" Durchsage durch den Bordlautsprecher fordert uns der Kapitän "höflich" auf, das Fahrwasser für offizielle Kursschiffe frei zu machen.

Danach können wir wenigstens an den Halteplätzen festmachen und nach zweimaligem Nachrutschen sind wir dann glücklich in der Schleuse. Ein netter Berliner auf einem kleinen Sportboot hat uns noch bei nettem Geplauder einige Tipps für die Müritz mitgegeben.

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Bald können wir auch einfahren

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Wir haben einen Platz in der Warteschlange gefunden

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Während des Wartens können wir einen Silberreiher beobachten

Wir durchqueren den Labussee und möchten nun irgendwo anlegen, um ein wenig auszuruhen und einzukaufen. Beim Camping können wir leider nicht anlegen, und eine Einkaufsmöglichkeit hätte es auch nicht.
So beschliessen wir, einen Mittagshalt auf dem See einzulegen und werfen den Anker in einer Buch im nordöstlichen Teil des Labussees. Leider sitzt der Anker nicht allzu gut im Untergrund, dem Ton nach schleift er über Felsen. Aber für ein Stündchen reicht es allemal.
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Mittagspause

Wieder aufgefrischt ziehen unsere zwei älteren Semester den Anker wieder ein und wir suchen uns den Durchgang zum nächsten See. Wir gelangen über die Schleuse Diemitz (beim Bibercamp) in den Vilzsee.
Hier möchten wir uns einen Standplatz für die Nacht suchen. Wir fahren nach Osten, durch den Mirower Adlersee bis zum Zehtner See und finden nirgends die viel gelobten Anlegeplätze.
Beim Zurückfahren sehen wir eine schöne Bucht mit freiem Wasser und steuern darauf zu, gleichzeitig mit einem Segelboot. Das Segelboot mit einer Zweierbesatzung macht zuerst fest, und als wir so nett sind und fragen, ob es ihnen was ausmacht wenn wir etwas näher zu ihnen kommen sagen die tatsächlich sie wollen die Bucht für sich allein! (Schon wieder was gelernt - frage nie wenn du ein grosses Boot hast!). Wir drehen unverrichteter Dinge ab und gehen weiter auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen. Wir wollen das junge Glück ja nicht stören!
Renate erinnert sich an einen schönen Platz gleich beim Kanaleinfluss in den Vilzsee, und an diesen Ort gehen wir jetzt und schlagen unsere Pflöcke ein.

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Bauernhof bei Diemitz
Renate, Papi und ich gehen an Land und wollen eine Einkaufsgelegenheit suchen. Beim Bibercamp neben der Diemitz-Schleuse finden wir einen Laden, der uns Knäckebrot, Kondensmilch und Büchsenbohnen verkaufen könnte. Aber auf unsere Frage nach frischem Brot und Frischmilch ernten wir nun ein verständnislos-mitleidiges Lächeln. Unverrichteter Dinge kehren wir um und laufen durch den Wald zurück. Am Waldrand entdecke ich im sandigen Boden Trittsiegel von grossen Huftieren, wahrscheinlich Hirschen.
Auf dem Schiff hat die Kombüsenmannschaft inzwischen gekocht - es gibt Schweinssteaks, Hörnli und Salat. Nach dem Essen und dem Abwasch geniessen wir den milden Abend und den schönen Sonnenuntergang über dem Wasser und den Wäldern. Im Schilf vis--vis lärmen die Vögel noch lange in die Dämmerung hinein. Müde und satt schlüpfen wir relativ früh in unsere Kojen.


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Sonnenuntergang am Vilzsee


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